Venenleiden

Die Varikositas, also das Krampfader-Leiden betrifft etwa jeden zweiten Europäer. Neben der genetischen Disposition spielen dabei vor allem Übergewicht und mangelnde Bewegung (häufiges Stehen, Sitzen, häufig im Beruf) eine große Rolle. Das Blut welches in den Arterien zu den Beinen fließt wird in den Venen durch die „Muskelpumpe“ der Unter- und Oberschenkel von Venenklappe zu Venenklappe wieder zurück Richtung Herz gedrückt. Wenn sich die Muskeln nicht bewegen kommt dieser Fluss ins Stocken. Die Folge ist eine Überlastung und schließlich Insuffizienz der Venenklappen, welche leider irreversibel ist. Die betroffenen Venen werden dicker und schlängeln sich, werden krumm, woher aus dem Althochdeutschen „krimpfan“-„krümmen“ auch der Name Krampfader kommt.

Venenbehandlung bei HAutarzt Dr. Michael MAndl Salzburg

Frühes Zeichen eines Venenleidens können kleine erweiterte Venen in der Haut, die sogenannten Besenreiser sein. In weiterer Folge treten die klassischen Krampfadern auf. Bei weiterem Fortschreiten der Veneninsuffizienz zeigt sich über Jahre hinweg ein im tagesverlauf zunehmendes Knöchelödem welches wiederum zum „Ulcus cruris venosum“ einer chronischen nicht von selbst heilenden Wunde vor allem im Bereich der Knöchel führen kann.

Um sich vor dem Voranschreiten eines Venenleidens zu schützen, was vor allem bei familiärer Belastung schon frühzeitig wichtig ist gilt es venenschonendes Verhalten zu lernen. Die Eselsbrücke dazu lautet „Lieber laufen und liegen statt stehen und sitzen“

Wenn Sie beruflich aber mehrere Stunden am Tag Sitzen oder Stehen und nicht erst liegen und dann ihrem Chef davon laufen wollen ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen sinnvoll.

Wenn sie schon glauben an einer Venenerkrankung zu leiden empfiehlt sich eine schmerzlose Ultraschalluntersuchung. Dabei wird die Funktion der Venenklappen untersucht und auf Basis dieses Befundes kann eine nachhaltige Therapie geplant werden.

 

Zur Therapie:

„Konservative Therapie“

In frühen Stadien – und später auch begleitend – können Wirkstoffe in Form von Salben und Tabletten (Roßkastanienextrakt, Gingko, Heparin) die Spannung der Venenwände erhöhen und somit den Blutfluss verbessern.

Weiters helfen Wechselbäder, gymnastische Übungen und bei bereits bestehenden Beinödemen die konsequente Kompressionsstherapie in Form von elastischen Bandagen oder Kompressionsstrümpfen.

 

Verödung von Krampfadern und Besenreisern:

Die Sklerotherapie ist eine sehr erfolgreiche und seit Jahrzehnten bewährte Methode in der Behandlung von Krampfadern. Dabei wird in einem so gut wie schmerzfreien und kurzen ambulanten Eingriff ein Verödungsmittel direkt in die Krampfader gespritzt. In weiterer Folge verkleben die Venenwände aneinander und die Vene wird über den Verlauf von einigen Wochen vom Körper abgebaut.

Nach dem Eingriff sind sie uneingeschränkt belastungsfähig. Über der behandelten Vene kann sich eine selbstlimitierende Verfärbung oder ein Bluterguss bilden, größere Venen fühlen sich verhärtet an und können druckempfindlich sein bis sie vollständig abgebaut wurden.

Verödung von Krampfadern und Besenreisern bei Dr. Michael Mandl - HAutarzt in Salzburg

Für den Eingriff gibt es folgende absolute Kontraindikationen welche mit Ihnen im Vorfeld besprochen werden:

  • Bekannte Allergie auf das Sklerosierungsmittel (Polidocanol/Lauromacrogol 400)
  • Akute venöse Thromboembolie
  • Lokale Infektion im Bereich der Sklerosierung oder schwerde generalisierte Infektion
  • Herz: Bekannter symptomatischer Rechts-Links-Shunt (z.b. symptomatisches offenes Foramen ovale)
  • Schwangerschaft/Stillzeit

Schwere Komplikationen sind eine Rarität. Selten (etwa bei jeder 1.000.sten Behandlung) treten im behandelten Bein Muskelvenenthrombosen auf welche meistens symptomlos verlaufen aber eine kurzfristige blutverdünnende Therapie erfordern. Zu den häufigen Nebenwirkungen (etwa 1:100-1:1000) zählt eine Hyperpigmentierung über der behandelten Vene. Diese beobachtet man vor allem bei der Behandlung von dickeren und oberflächlichen Varizen.

Seitenastexhairese

Dieser Eingriff bezeichnet das Entfernen oberflächlicher Varizen über einen stecknadelkopfgroßen Schnitt in die Haut. Mit einem speziellen Instrument wird die Krampfader dabei entfernt. Nach dem Eingriff kommt es meist zu einem vorübergehenden Bluterguss. Der Eingriff wird meist in Kombination mit endovenösen Verfahren in Sedoanalgesie oder bei passender Indikation auch als eigenständiger Eingriff in lokaler Betäubung durchgeführt.

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